Ars Electronica: Elizabeth Stark von Freeculture.org

Elizabeth Stark ist im Vorstand der internationalen Studentenorganisation Freeculture.org und Gründerin der Harvard Free Culture Gruppe. Ihre These: Kultur muss frei zugänglich sein – seien es wissenschaftliche Texte oder Musik. Ihre Argumentation in Kürze: Ideen kann man teilen – wenn ich sie jemandem mitteile, hat er diese und kann sie weiterverwenden, obwohl ich meine „Kopie“ der Idee noch habe. Bei physischen Gütern ist das jedoch anders. Wenn ich meinen Stuhl jemandem anderen gebe, sitze ich danach nicht mehr darauf. Wenn ich eine Schallplatte weitergebe, dann ist sie nicht mehr bei mir auf dem Abspielgerät. Was bei festen Gütern logisch ist, ist bei kulturellen Produkten aber problematisch – die (rechtlich begründete und nicht physische) nicht-Teilbarkeit führt zu einer Verarmung der Kultur.

Stark illustrierte das anhand dem schon oft zitierte Beispiel eines 6-Sekündigen Trommelsolos aus „Amen, Brother“ (1969), der B-Seite einer Single der The Winstons. Der sogenannte Amen-Break beeinflusste wie wohl kein anderer Beat eine schier unglaubliche Menge an Musikern, seitdem es das Sampeln gibt (eine kurze Geschichte gibt folgendes Video).

Einige der Aktionen, bei dem Elizabeth aktiv war:

  • Als Anti-DRM-Aktivistin bekämpft sie mit dem Team von Rockbox die Digital Rights Management-Strategien der Musikkonzerne und MP3-Playern wie dem iPod. Rockbox ist eine Open Source-Firmware für die bestehenden Player und befreit die daraufliegenden Musikstücke und erlaubt dem User wiedermehr Freiheiten. Bei einem Video Contest wurde für Filme gegen DRM aufgerufen (die Gewinner sind hier dokumentiert).
  • Bei dem Open Access Projekt geht es um den freien Zugang zu wissenschaftlichen Werken. Obwohl staatlich subventioniert werden viele Magazine, Journale und andere Werke zu so hohen (Subskriptions-)Preisen vertrieben, das nur wenige Schulen und Universitäten sich diese noch in aller Fülle leisten könnten.
  • Open Art Show mit lauter Bildern, die nach Ceative Commons lizensiert waren. Jeder Zuschauer konnte sich die Werke direkt downloaden, wenn sie gefielen.
  • YouTomb.org – einer Seite, die anzeigt, welche Filme wegen Copyright-Verletzungen gerade bei YouTube.com gelöscht worden sind.

No responses yet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.